© Adobe Stock, 4th Life Photography

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG

Allgemeine Hinweise und häufig gestellte Fragen (FAQ) zu § 14a EnWG i.V.m. den Festlegungen der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat am 27.11.2023 die Festlegungen (Az.: BK6-22-300 und BK8 22/010-A) zur Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen und steuerbaren Netzanschlüssen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz beschlossen.

Die neuen Bestimmungen treten zum 01.01.2024 in Kraft.

Der Netzbetreiber ist damit berechtigt und verpflichtet ab 01.01.2024 den Strombezug neu installierter steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (bspw. Wärmepumpen, private Wallboxen, Anlagen zur Raumkühlung und Stromspeicher hinsichtlich der Stromentnahme > 4,2 kW) insbesondere bei Gefährdung der Netzsicherheit zu reduzieren.

Netzentgeltreduzierung

Im Gegenzug für diese sog. netzorientierte Steuerung erhalten die Betreiber der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (SteuVE) ein reduziertes Netzentgelt. Die BNetzA legt für 2024 verschiedene Varianten der Netzentgeltreduzierung fest, zwischen denen der Betreiber wählen kann.

Modul 1: Pauschale Netzentgeltreduzierung

Dieses Modul sieht eine pauschale Reduzierung vor. Dabei gilt eine bundeseinheitliche Regelung zur Bestimmung dieser Pauschale. Die Pauschale wird einmal jährlich gewährt. Das Netzentgelt darf dabei nicht unter 0 € fallen.

Modul 2: Prozentuale Arbeitspreisreduzierung

Dieses Modul sieht eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises um 60% vor. Voraussetzung für Modul 2 ist insbesondere, dass der Verbrauch der SteuVE separat gemessen (separater Zählpunkt) und an einer separaten Marktlokation abgerechnet wird. Modul 2 kann ausschließlich an Marktlokationen für Entnahme ohne registrierende Leistungsmessung angewandt werden.

Anlagenbetreiber können auf Wunsch zwischen den Modulen wechseln. In der Grund- und Ersatzversorgung ist eine Netzentgeltreduzierung nur gemäß Modul 1 möglich.

Weitere Details sind den Festlegungen der BNetzA sowie dem Preisblatt 6 und 6a der N ERGIE Netz GmbH (Link) zu entnehmen.

Teilnahmeverpflichtung und Bestandsanlagen

Für Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE), die ab 01.01.2024 in Betrieb genommen werden, gelten die neuen Bestimmungen verpflichtend.

Für Verbrauchseinrichtungen, die bereits vor 01.01.2024 angeschlossen wurden, sieht die BNetzA umfangreiche Übergangsregelungen vor.

Für Verbrauchseinrichtungen, die bereits ein reduziertes Netzentgelt nach §14a EnWG erhalten haben, gelten die bestehenden Vereinbarungen unverändert bis 31.12.2028 fort. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen werden ab 2029 in das neue System überführt.

Für Nachtstromspeicherheizungen haben die bislang geltenden Regeln dauerhaft Bestand und sind damit besonders geschützt. Eine Überführung in das neue System ist nicht möglich.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, für die bisher keine Reduzierung der Netzentgelte gewährt wurde (d.h. ohne Vereinbarung zur Steuerung durch den Netzbetreiber) bleiben dauerhaft von den neuen Regeln ausgenommen. Diese Anlagen können allerdings freiwillig in das neue System wechseln und eine Vereinbarung über die netzorientierte Steuerung mit dem Netzbetreiber treffen.

Bitte beachten Sie: Wechseln Bestandsanlagen freiwillig in das neue System sind diese verpflichtet an der netzorientierten Steuerung teilzunehmen und werden ggf. durch den Netzbetreiber gesteuert. Die Betreiber sind verpflichtet sich an die neuen Bestimmungen der Festlegungen der BNetzA zu halten und die Voraussetzungen jederzeit zu erfüllen. Ein Rückwechsel aus dem neuen System ist nicht möglich.

Bitte beachten Sie: Die Möglichkeit in das neue System zu wechseln, besteht nur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Andere Verbrauchseinrichtungen (bspw. Nachtstromspeicherheizung) können nicht in das neue System wechseln.

Was sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE)?

Anlage mit Netzanschlussleistung > 4,2 kW und Anschluss in der Niederspannung:

a) Private Ladepunkt für Elektromobile,

b) Wärmepumpenheizung unter Einbeziehung von Zusatz- oder Notheizvorrichtungen (z.B. Heizstäbe),

c) Anlage zur Raumkühlung,

d) Stromspeicher hinsichtlich der Stromentnahme (Einspeicherung)

Verbrauchseinrichtungen, die nicht unter diese Definition der BNetzA fallen (bspw. Nachtstromspeicherheizungen) sind keine steuerbaren Verbrauchseinrichtungen.

Abrechnung

Die Abrechnung der reduzierten Netzentgelte erfolgt durch den jeweiligen Energielieferanten des Anlagenbetreibers. Dieser ist zum transparenten Ausweis auf der Stromrechnung verpflichtet. Für Anlagenbetreiber, die die Netzentgeltreduzierung nutzen möchten, ist es notwendig, dass der Netzbetreiber Daten richtig und zeitnah an den Energielieferanten weitergibt. Denn: Auch wenn der Energielieferant des Betreibers die Abrechnung der Netzentgeltreduzierung übernimmt, muss der Betreiber der SteuVE die Vereinbarung zur netzorientierten Steuerung mit dem Netzbetreiber treffen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen und allgemeine Hinweise finden sie im weiteren Verlauf.

Wir bitten um Verständnis, dass wir lediglich unverbindlich und überblicksartig zu den Regelungen informieren können. Als Netzbetreiber unterliegen wir keiner generellen Hinweis- oder Aufklärungspflicht. Es sind die gesetzlichen Bestimmungen und amtlichen Veröffentlichungen, sowie die geltenden Marktprozesse zu beachten.

Bei Änderung ist der Netzbetreiber unverzüglich zu informieren.

Bitte beachten Sie: Der Betreiber der SteuVE hat den gesetzlichen Verpflichtungen und denen der BNetzA-Festlegungen, sowie seinen Mitwirkungsobliegenheiten für die Dauer des gesamten Betriebs nachzukommen. Dies ist insbesondere Voraussetzung für die Gewährung der Netzentgeltreduzierung.

Bei Änderung an der Anlage ist der Netzbetreiber unverzüglich zu informieren.

Neuanlage: Verbrauchseinrichtung mit Inbetriebnahme ab 01.01.2024

Insofern Ihre Verbrauchseinrichtung ab 01.01.2024 technisch in Betrieb genommen wird, wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur.

Die Anmeldung einer neuen Verbrauchseinrichtung ist ausschließlich über Ihren Installateur möglich.

Insofern es sich um steuerbare Verbrauchseinrichtungen handelt,

• die bereits vor 01.01.2024 in Betrieb genommen wurden und

• der Verbrauch dieser steuerbaren Verbrauchseinrichtungen separat gemessen wird und

• an einer separaten Marktlokation abgerechnet wird,

und Sie einen Wechsel in das neue System (i.S.d. Festlegungen BK6-22-300 und BK8 22/010-A) vornehmen möchten, benötigen wir von Ihnen entsprechende Angaben. Bitte geben Sie diese über nachfolgendes Formular an.

Zur Anmeldung

Bitte beachten Sie hinsichtlich Modul 2, dass die technischen Voraussetzungen (u.a. separater Zählpunkt für SteuVE) gegeben sind. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur.

Bitte beachten Sie: Die Möglichkeit in das neue System zu wechseln, besteht nur für steuerbare Verbrauchs-einrichtungen. Andere Verbrauchseinrichtungen (bspw. Nachtstromspeicherheizung) können nicht in das neue System wechseln.

Insofern es sich um steuerbare Verbrauchseinrichtungen handelt,

• die bereits vor 01.01.2024 in Betrieb genommen wurden und

• der Verbrauch dieser steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nicht separat gemessen wird oder

nicht an einer separaten Marktlokation abgerechnet wird,

und Sie einen Wechsel in das neue System (i.S.d. Festlegungen BK6-22-300 und BK8 22/010-A) vornehmen möchten, benötigen wir von Ihnen entsprechende Angaben. Bitte geben Sie diese über nachfolgendes Formular an.

Zur Anmeldung

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund der fehlenden Voraussetzungen (separater Zähler) für Modul 2, ausschließlich Modul 1 wählen dürfen. Möchten Sie Modul 2 beanspruchen, wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur. In diesem Fall kann die Meldung ausschließlich über Ihren Installateur erfolgen.

Bitte beachten Sie: Die Möglichkeit in das neue System zu wechseln, besteht nur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Andere Verbrauchs-einrichtungen (bspw. Nachtstromspeicherheizung) können nicht in das neue System wechseln.

Fragen und Antworten

Die neuen Bestimmungen treten am 01.01.2024 in Kraft.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen sind alle nachfolgenden Anlagen mit einer Netzanschlussleistung > 4,2 kW in der Niederspannung:

a) (Privater) Ladepunkt für Elektromobile, der kein öffentlich zugänglicher Ladepunkt im Sinne des § 2 Nr. 5 Ladensäulenverordnung ist,

b) Wärmepumpenheizung unter Einbeziehung von Zusatz- oder Notheizvorrichtungen (z.B. Heizstäbe),

c) Anlage zur Raumkühlung,

d) Stromspeicher hinsichtlich der Stromentnahme (Einspeicherung)

Anlagen, die keine steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sind (bspw. Nachtstromspeicherheizungen), fallen nicht unter die neuen Festlegungen der BNetzA und können nicht von der Netzentgeltreduzierung (Modul 1, 2) profitieren.

Für alle steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die ab 01.01.2024 technisch in Betrieb genommen werden, gelten die neuen Bestimmungen verpflichtend.

Ausgenommen hiervon sind

• Anlagen (nach Ziffer 2.4.1.a. BK6-22-300), die von Institutionen betrieben werden, die gemäß § 35 Absätze 1 und 5a Straßenverkehrsordnung (StVO) Sonderrechte in Anspruch nehmen dürfen sowie

• Anlagen (nach Ziffer 2.4.1.b. und 2.4.1.c. BK6-22-300), die nicht zur Raumheizung oder -kühlung in Wohn-, Büro- oder Aufenthaltsräumen dienen, insbesondere solche, die zu gewerblichen betriebsnotwendigen Zwecken eingesetzt werden oder der kritischen Infrastruktur dienen.

Für Bestandsanlagen, die vor 01.01.2024 in Betrieb genommen wurden sind umfangreiche Übergangsbestimmungen und Bestandsschutz vorgesehen

Für Verbrauchseinrichtungen, die bereits vor 01.01.2024 angeschlossen wurden, sieht die BNetzA umfangreiche Übergangsregelungen vor.

Für Verbrauchseinrichtungen, die bereits ein reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG erhalten haben, gelten die bestehenden Vereinbarungen unverändert bis 31.12.2028 fort. Steuerbare Verbrauchseinrichtungen werden ab 2029 in das neue System überführt.

Für Nachtstromspeicherheizungen haben die bislang geltenden Regeln dauerhaft Bestand und sind damit besonders geschützt. Eine Überführung in das neue System ist nicht möglich.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen, für die bisher keine Reduzierung der Netzentgelte gewährt wurde (d.h. ohne Vereinbarung zur Steuerung durch den Netzbetreiber) bleiben dauerhaft von den neuen Regeln ausgenommen. Diese Anlagen können freiwillig in das neue System wechseln und eine Vereinbarung über die netzorientierte Steuerung mit dem Netzbetreiber treffen.

Bitte beachten Sie: Wechseln Bestandsanlagen freiwillig in das neue System sind diese verpflichtet an der netzorientierten Steuerung teilzunehmen und werden ggf. durch den Netzbetreiber gesteuert. Die Betreiber sind verpflichtet sich an die neuen Bestimmungen der Festlegungen der BNetzA zu halten und die Voraussetzungen jederzeit zu erfüllen. Ein Rückwechsel aus dem neuen System ist nicht möglich.

Bitte beachten Sie: Die Möglichkeit in das neue System zu wechseln, besteht nur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Andere Verbrauchseinrichtungen (bspw. Nachtstromspeicherheizung) können nicht in das neue System wechseln.

Nichts. Es gilt Bestandsschutz.

Für Verbrauchseinrichtungen, die bereits vor 01.01.2024 ein reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG erhalten haben, gelten die bestehenden Vereinbarungen und damit die Netzentgeltreduzierung unverändert bis 31.12.2028 fort.

Nein. Verbrauchseinrichtungen,

• die vor 01.01.2024 in Betrieb genommen wurden,

• aber keine steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sind

können nicht in das neue System wechseln und damit nicht von den neuen Modulen der Netzentgeltreduzierung profitieren. Eine bisher gewährte Netzentgeltreduzierung erfolgt ggf. weiterhin bis 31.12.2028.

Nein.

Bitte beachten Sie: Die Möglichkeit in das neue System zu wechseln, besteht nur für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Andere Verbrauchseinrichtungen (bspw. Nachtstromspeicherheizung) können nicht in das neue System wechseln.

Für Nachtstromspeicherheizungen haben die bislang geltenden Regeln dauerhaft Bestand und sind damit besonders geschützt.

Für Nachtstromspeicherheizungen, die bereits vor 01.01.2024 ein reduziertes Netzentgelt nach § 14a EnWG erhalten haben, gelten die bisherigen Regelungen und damit die Netzentgeltreduzierung unverändert bis spätestens zur Außerbetriebnahme der Anlage fort.

Neue Anlagen können nicht von einer Netzentgeltreduzierung profitieren.

Anlagenzusammenfassung: Befinden sich hinter einem Netzanschluss mehrere Anlagen der gleichen Fallgruppen (nur bei Wärmepumpen oder Anlagen zur Raumkühlung), so ist für die 4,2 kW-Aufgreifschwelle jeweils die Summe der Netzanschlussleistungen der einzelnen Anlagen maßgeblich, auch wenn die Einzelanlage jeweils weniger als 4,2 kW besitzt.

In diesem Fall wird im Rahmen dieser Festlegung die leistungsmäßige Gesamtheit der Einzelanlagen wie eine Anlage behandelt.

D.h. sind hinter einem Netzanschluss bspw. zwei Anlagen zur Raumkühlung mit je 3 kW installiert, sind diese als eine SteuVE einzustufen, da die Summe der Netzanschlussleistung 4,2 kW übersteigt. Die Anlagen fallen damit unter die neuen Bestimmungen der BNetzA.

Bei Neuanlagen, die ab 01.01.2024 in Betrieb genommen werden, wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur.

Bestandsanlagen, die weiterhin die bisherige Netzentgeltreduzierung erhalten möchten, müssen nichts unternehmen.

Bestandsanlagen, die freiwillig in das neue System wechseln möchten (Achtung: nur steuerbare Verbrauchseinrichtungen) wenden sich bitte an die N-ERGIE Netz GmbH. Ihr Netzbetreiber benötigt relevante Daten Ihrer Anlage. Bitte nutzen Sie die bereitgestellten Formulare auf dieser Webseite.

Sollten an Ihrer Bestandsanlage technische Umbauten notwendig sein (bspw. aufgrund Voraussetzung separater Zähler für Modul 2), wenden Sie sich bitte an Ihren Installateur.

Nein. Die Regelungen gelten nur für sogenannte steuerbare Verbrauchseinrichtungen (z. B. Wärmepumpen oder private Ladeeinrichtungen für E-Autos). In den normalen Haushaltsverbrauch kann und darf nicht eingegriffen werden.

Im Gegenzug dafür, dass der Netzbetreiber eine Anlage steuern darf, profitieren die Betreiber von einem reduzierten Netzentgelt. Die BNetzA legt für 2024 verschiedene Varianten der Netzentgeltreduzierung fest, zwischen denen die Betreiber wählen können.

Modul 1: Pauschale Netzentgeltreduzierung

Dieses Modul sieht eine pauschale Reduzierung vor. Dabei gilt eine bundeseinheitliche Regelung zur Bestimmung dieser Pauschale. Die Pauschale wird einmal jährlich gewährt. Das Netzentgelt darf dabei nicht unter 0 € fallen.

Modul 2: Prozentuale Arbeitspreisreduzierung

Dieses Modul sieht eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises um 60 Prozent vor. Voraussetzung für Modul 2 ist insbesondere, dass der Verbrauch der SteuVE separat gemessen (separater Zählpunkt) und an einer separaten Marktlokation abgerechnet wird. Modul 2 kann ausschließlich an Marktlokationen für Entnahme ohne registrierende Leistungsmessung angewandt werden.

Anlagenbetreiber können auf Wunsch zwischen den Modulen wechseln. In der Grund- und Ersatzversorgung ist eine Netzentgeltreduzierung aber nur gemäß Modul 1 möglich.

In Ergänzung zu Modul 1 sieht die BNetzA ab 2025 Modul 3 (zeitvariables Netzentgelt) vor. Dieses kann erst ab 2025 beansprucht werden.

Weitere Details sind den Festlegungen der BNetzA sowie dem Preisblatt der N ERGIE Netz GmbH zu entnehmen.

Die Abrechnung der reduzierten Netzentgelte erfolgt nicht direkt durch den Netzbetreiber, sondern durch den Energielieferanten des Anlagenbetreibers. Dieser ist zum transparenten Ausweis auf der Stromrechnung verpflichtet.

Nein. Nach der Festlegung der BNetzA darf der Netzbetreiber den Anschluss von neuen privaten Ladeeinrichtungen für E-Autos oder Wärmepumpen zukünftig nicht mehr mit Verweis auf mögliche lokale Überlastung seines Netzes ablehnen oder verzögern. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber, wenn eine akute Beschädigung oder Überlastung des Netzes droht, die Belastung des Netzes reduzieren, indem er den Strombezug steuerbarer Verbrauchseinrichtungen temporär „dimmt“.

Um die Freiheitsgrade der Verbraucher zu erhöhen, können Betreiber von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach den neuen Regelungen lediglich den netzwirksamen Leistungsbezug reduzieren. In diesem technologieoffenen Ansatz kann die Leistung mehrerer Anlagen im Haushalt mit Hilfe von Energiemanagementsystemen verrechnet werden.

Eine Wallbox darf also zum Beispiel im Falle einer Netzbetreibersteuerung mehr Strom beziehen, wenn dieser aus der eigenen Solaranlage bezogen wird. Lediglich der zulässige Strombezug aus dem Verteilernetz darf nicht überschritten werden. In den gewöhnlichen Haushaltsverbrauch kann und darf auch weiterhin nicht eingegriffen werden.

Weitere Fragen anzeigen